Die meisten finanziellen Fehler passieren nicht bei der Produktauswahl, sondern im Timing. Such dir die Phase, in der du gerade bist oder auf die du zugehst.
Was du jetzt festlegst, ist später entweder teuer oder gar nicht mehr möglich.
Der erste unbefristete Vertrag ist der Moment, in dem Berufsunfähigkeitsversicherungen am günstigsten und Gesundheitsfragen am leichtesten zu beantworten sind. Genau dann steht das Thema am weitesten unten auf der Liste.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: was derselbe Vertrag in acht Jahren kostet, welche Diagnosen bis dahin statistisch dazukommen und was du jetzt abschließt, damit du es später nicht mehr abschließen musst.
Fünf bis sechs Jahre auf Assistenzarztniveau, häufig mit Teilzeitphasen, während dein Versorgungswerk beitragsproportional rechnet. Die Weiterbildung ist eine berufliche Investition mit einer Vorsorgewirkung, die niemand beziffert.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: was deine Anwartschaft am Ende der Weiterbildung wert ist, ob deine Berufsunfähigkeitsversicherung auf das spätere Facharztgehalt nachversichert werden kann und ob die Klausel den Wechsel der Tätigkeit abdeckt.
Qualifizierungsstellen laufen oft auf halber Stelle und immer auf Zeit. Zwischen zwei Verträgen entstehen Lücken in der Rentenversicherung, die im Rentenbescheid dreißig Jahre später auftauchen.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: wo in deinem Erwerbsverlauf beitragsfreie Monate liegen, ob sich freiwillige Beiträge in dieser Phase lohnen und was die VBL im Vergleich zur DRV bei dir tatsächlich leistet.
Mit der Verbeamtung wechselst du das gesamte System: Beamtenversorgung statt DRV, Beihilfe statt Arbeitgeberanteil, Dienstunfähigkeit statt Berufsunfähigkeit. Verträge aus der Angestelltenzeit passen danach in der Regel nicht mehr.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: ob dein Vertrag eine echte Dienstunfähigkeitsklausel enthält oder nur eine Verweisung, was deine Versorgung bei Ruhestand vor Erreichen der Höchstgrenze bedeutet und ob private Krankenversicherung mit Beihilfe für dich die richtige Rechnung ist.
Die Phasen, in denen berufliche Entscheidungen die größte finanzielle Nachwirkung haben.
Vor einer Schwangerschaft lassen sich Verträge noch ohne Zuschlag und ohne Ausschluss abschließen. Danach fragen Versicherer nach dem Verlauf, und einzelne Diagnosen führen zu Ausschlüssen, die dauerhaft bleiben.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: was du vor der Schwangerschaft geklärt haben solltest, welche Leistungen bei privater und gesetzlicher Krankenversicherung unterschiedlich ausfallen und wie sich der geplante Ausfall auf Einkommen und Anwartschaft auswirkt.
Zwölf Monate Elternzeit und danach vier Jahre auf 60 Prozent klingen nach einer Entscheidung über Zeit. Sie sind auch eine über Anwartschaft, Beitragsbemessung und Absicherungshöhe.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: was die Reduktion deine Rente kostet, ob deine Berufsunfähigkeitsversicherung bei geringerem Einkommen noch trägt und was mit deinem Krankentagegeld passiert.
Der Wiedereinstieg passiert oft in Teilzeit, und aus dem Übergang wird eine Dauerlösung. Was in dieser Phase an Beitragsjahren fehlt, lässt sich später nur mit deutlich höherem Aufwand ausgleichen.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: was jedes weitere Teilzeitjahr deine Rente kostet, welche Kindererziehungszeiten dir angerechnet werden und ab welchem Stundenumfang deine bestehende Absicherung wieder greift.
Pflege beginnt selten geplant. Sie kostet Arbeitszeit, oft Stundenreduktion, manchmal eine Auszeit – und trifft überwiegend Frauen zwischen 45 und 60, also in den Jahren mit der höchsten Vorsorgewirkung.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: was Pflegezeit oder Reduktion dich an Einkommen und Anwartschaft kostet, welche Leistungen dir zustehen und was die Pflegeversicherung der zu pflegenden Person tatsächlich abdeckt.
Wechsel verschieben Systeme, nicht nur Zahlen. Verträge laufen unverändert weiter.
Beim Wechsel ändern sich mehr Zahlen als das Bruttogehalt: betriebliche Vorsorge, Versicherungsgrenzen, oft das Versorgungssystem selbst. Verträge aus dem alten Job laufen unverändert weiter, obwohl die Grundlage nicht mehr stimmt.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: wie viele Monate Liquidität ein Wechsel überbrücken muss, welche Verträge du mitnehmen kannst und welche du besser vorher anpasst.
Mit dem ersten Tag auf eigene Rechnung entfällt, was der Arbeitgeber bisher getragen hat: Krankenversicherungsanteil, Lohnfortzahlung, oft die betriebliche Vorsorge. Was bleibt, ist eine Einkommenskurve, die im ersten Jahr schwankt.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: wie hoch deine tatsächlichen Fixkosten nach dem Wechsel sind, ab welchem Umsatz du deine Vorsorge wieder auf Niveau bringst und was du absichern musst, bevor du kündigst.
Die Übernahme oder Gründung bindet Kapital, erzeugt Verbindlichkeiten und macht dein Einkommen abhängig von deiner Arbeitsfähigkeit. Praxisausfall, Haftung und Finanzierung greifen dabei ineinander.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: was ein Ausfall von drei Monaten für Kredit und laufende Kosten bedeutet, welche Absicherung die Bank verlangt und welche du unabhängig davon brauchst, und wie Praxiswert und Altersvorsorge zusammenhängen.
Ein Wechsel ins Ausland unterbricht deutsche Beitragszeiten und stellt Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherung auf die Probe – viele Verträge leisten außerhalb Europas eingeschränkt oder gar nicht.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: ob deine bestehenden Verträge im Zielland gelten, was mit deiner Anwartschaft während der Zeit passiert und ob ein Sozialversicherungsabkommen die Lücke schließt.
Bei einer Trennung werden Vermögen und Anwartschaften geteilt, aber nicht symmetrisch. Wer beruflich zurückgesteckt hat, trägt die Folgen länger als die Aufteilung vermuten lässt.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: was der Versorgungsausgleich für deine Rente bedeutet, welche gemeinsamen Verträge auf wen laufen und welche Absicherung ohne zweites Einkommen im Haushalt fehlt.
Größere Beträge und lange Bindungen. Hier zählt die Reihenfolge der Entscheidungen.
Eine Finanzierung bindet dein Einkommen für zwanzig bis dreißig Jahre. Genau in dieser Zeit fällt die Entscheidung, ob nebenbei noch Vermögen entsteht oder ob die Immobilie die Vorsorge ersetzt.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: was die Rate mit deiner Sparquote macht, welche Absicherung die Bank verlangt und welche du wirklich brauchst, und was passiert, wenn ein Einkommen für eine Weile ausfällt.
Ein größerer Betrag auf dem Konto ist eine Entscheidung, keine Entlastung. Freibeträge, Fristen und die Frage, ob getilgt, angelegt oder abgesichert wird, hängen voneinander ab.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: welcher Freibetrag in deinem Verhältnis gilt, ob Tilgung oder Anlage bei deinem Zinssatz die bessere Rechnung ist und was eine Immobilie im Nachlass an laufenden Kosten mitbringt.
In den letzten zehn Jahren vor dem Ruhestand fällt die Entscheidung über Auszahlungsform, Steuerlast und Reihenfolge der Entnahme. Kapitalwahlrecht, Teilrente und vorgezogener Ruhestand sind jeweils rechenbar – aber nur vorher.
Die Rechnung, die vorher auf den Tisch gehört: ob monatliche Rente oder Kapitalauszahlung bei dir günstiger ist, was ein vorgezogener Ruhestand an Abschlag kostet und in welcher Reihenfolge du deine Töpfe entnimmst.
Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Testament regeln, wer entscheidet, wenn du es nicht kannst. Ohne sie entscheidet ein Betreuungsgericht, und die gesetzliche Erbfolge trifft Regelungen, die selten den eigenen entsprechen.
Was du klären solltest: wer im Ernstfall für dich handeln darf, wie dein Vermögen ohne Testament aufgeteilt würde und was für Partnerinnen und Partner ohne Trauschein gilt.
Diesen Bereich decken wir nicht selbst ab. Wir vermitteln dich an Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner mit der passenden Zulassung.
In der Orientierung sagen wir dir in 15 Minuten, wo dein Thema hingehört.
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